Rubrik: Wohnen / Pflege ... Thema: Wohnqualität
Bereits der Eingangsbereich ist barrierefrei gestaltet. Niveauunterschiede im Haus werden durch flache Rampen ausgeglichen. Die Bedienelemente der Aufzüge sind für Rollfahrer erreichbar und auch für Sehbehinderte gut zu handhaben. Alle Flure sind mit durchgängigen Handläufen ausgestattet.
Für alle Gebäude des Ev. Feierabendhauses hat die Heimaufsicht des Ennepe-Ruhr-Kreises das Qualitätszertifikat nach § 9 Abs. 2 Satz 6 des Landespflegegesetzes Nordrhein-Westfalen (PfG NW) i.V.m. § 1 Abs. 1 Satz 1 der Verordnung über die allgemeinen Grundsätze der Förderung von Pflegeeinrichtungen nach dem Landespflegegesetz (AllgFörderPflegeVO) ausgestellt.
Die Stationen 10 und 11 erfüllen demnach die Anforderungen nach DIN 18025, Teil 1 (rollstuhlgerecht); alle anderen Bereiche des Ev. Feierabendhauses erfüllen die Anforderungen nach DIN 18025, Teil 2 (barrierefrei). In jedem Gebäudeteil des Feierabendhauses stehen Pflegebäder und auf jeder Station Fäkalspülen in ausreichender Zahl zur Verfügung.
Das Haus ist nach einem sorgfältig überdachten Farb- und Lichtkonzept entsprechend der Empfehlungen des Kuratoriums Deutsche Altenhilfe ausgestattet. Das Licht erfüllt alle Anforderungen an eine dementengerechte Beleuchtung. Es trägt zur Sturzprophylaxe bei, da Schattenwurf vermieden wird und fördert so die Bewegungsfreiheit und Selbständigkeit der Bewohner. Orientierung und Wahrnehmung werden verbessert. Die Tageslichtnachführung strukturiert den Tag und wirkt sich positiv auf den Tag-Nacht-Rhythmus aus. Auch nachts sind alle Verkehrswege beleuchtet.
Im gesamten Haus sind Wegweiser und Orientierungshilfen aufgestellt, alle Räume sind beschildert. Einzelne Stationen sind zu Orientierung altersgerecht farblich gestaltet. In den Zimmern und Aufenthaltsräumen gibt es eine identifikationserleichternde Milieugestaltung und individuelle Orientierungshilfen.
Im Eingangsbereich und auf den Stationen befinden sich rollstuhlgerechte WCs.
In drei kleinen Wohneinheiten können Bewohner mit Lauftendenzen betreut werden. Individuelle Orientierungshilfen bieten zusätzliche Sicherheit und fördern die Selbständigkeit. Zwei Krisenzimmer sind vorhanden. Für Angehörige oder Freunde unserer Bewohner steht ein Gästezimmer zur Verfügung.
Auf allen Stationen befinden sich Aufenthaltsräume in ausreichender Zahl und Größe. In mindestens einem Aufenthaltsraum/Station gibt es einen Fernseher. An der Gestaltung der Gemeinschafsräume werden die Bewohner beteiligt.
Es gibt ein Café mit großer Außenterrasse, einen Frisörsalon und eine Kapelle. Ein Raum für musik-therapeutische Zwecke und für spezielle Gymnastikangebote (Kraft- und Balance-Training) steht zur Verfügung. In großen Wohnküchen kann gemeinschaftlich gekocht werden.
Im Außenbereich lädt ein großzügig barrierefrei angelegter parkähnlicher Garten mit bequemen Bänken und schattigen Plätzen zum Spaziergang und zum Verweilen ein. Die Bewohner können sich unabhängig von ihrem jeweiligen körperlichen und gesundheitlichen Zustand im Garten und den Außenanlagen zur Freizeitgestaltung oder für therapeutische Zwecke weitgehend selbständig und gefahrlos bewegen.
Die Blumenbeete werden von ehrenamtlich engagierten „Lila Damen“ gestaltet und gepflegt. Um eine Außenaktivität für Menschen mit leichter und mittelschwerer Demenz zu ermöglichen wurde im Rahmen eines Leuchtturmprojekts eine Terrasse dauerhaft mit Hochbeeten und Kübeln gestaltet. Gepflanzt werden bekannte Blumen, Gemüse und Gartenkräuter. Ziel ist die ganzjährige Nutzung durch und mit demenzerkrankten Bewohnern.
Die jahreszeitliche Gestaltung und kirchliche Gestaltungselemente zum Frühling, Sommer, Herbst und Winter, zu Weihnachten, Ostern und zum Erntedankfest prägen die Atmosphäre im Haus. Im Eingangsbereich wechseln Ausstellungen von heimischen Künstlern. Im Eingangsbereich, auf den Fluren und in den Tagesräumen stehen jahreszeitlich orientiert frische Blumen oder Topfpflanzen. Zwei Vogelvolièren sind beliebte Treffpunkte der Bewohner.
Im Ev. Feierabendhaus gibt es 124 Einzel- und 14 Doppelzimmer. Somit liegt der Einzelzimmeranteil bei 90%; die gesetzliche Forderung von 80% wird demnach deutlich überschritten. Die Einzelzimmer haben Größen zwischen 21 qm und 25 qm. Die Doppelzimmer haben Größen zwischen 24 qm und 30 qm. Sie sind mit einem Vorhang versehen, mit dem bei Bedarf die Intim- und Privatsphäre individuell gewahrt werden kann.
Die Zimmer sind mit einem Kleiderschrank sowie Nachttisch mit abschließbaren Schubladen oder Fächern und einem elektrisch verstellbaren Pflegebett eingerichtet, auf Wunsch auch mit einem Tisch, Sessel oder Stuhl. Bei Bedarf kann ein Sturzprophylaxe-Bett zur Verfügung gestellt werden. Alle Zimmer sind mit Telefonanschluss, Hausnotrufanlage, Radio- und Kabelanschluss ausgestattet. Über den Telefonanschluss ist auch ein Internet-Zugang möglich. Die Rufanlage ist von verschiedenen Bereichen des Zimmers und der Nasszelle erreichbar. Den Bewohnern stehen persönliche Briefkästen zur Verfügung.
Die Gestaltung der Bewohnerzimmer z.B. mit eigenen Möbeln, persönlichen Gegenständen und Erinnerungsstücken sowie die Entscheidung über ihre Platzierung ist möglich und erwünscht. Dadurch wird der Umzug aus der eigenen Wohnung oder aus dem eigenen Haus einfacher und angenehmer. Die Haltung von Kleintieren ist in Absprache möglich.
Alle Zimmer verfügen über eine eigene Nasszelle mit Dusche und WC. 99 der 138 Zimmer verfügen über eine höhenverstellbare Toiletteneinheit, die individuell auf Größe und Ansprüche des Bewohners angepasst werden kann. Die Nasszellen sind mit den erforderlichen Haltegriffen ausgestattet. Die Spiegel sind kippbar oder großflächig, d.h., für Rollstuhlfahrer einsehbar. Die Bettwäsche der Bewohner wird regelmäßig und entsprechend dem individuellen Bedarf der Bewohner gewechselt.
Die Beleuchtung der Zimmer kann i.d.R. vom schwachen Nachtorientierungslicht bis zum hellen Behandlungslicht in fünf Stufen gesteuert werden. 95 Zimmer haben einen eigenen Balkon bzw. eine eigene Terrasse; alle anderen Zimmer haben Zugang zu großen Gemeinschaftsbalkonen und –terrassen.
Zimmer zur Sonnenseite verfügen über Verdunkelungs- und Lichtschutzvorhänge, die auch große Hitze abhalten. Die Station 12 im Dachgeschoß des Altgebäudes wurde komplett (Bewohnerzimmer und Aufenthaltsraum) mit Klimageräten ausgestattet. Auch der Speisesaal verfügt über eine separate Klima- bzw. Lüftungsanlage. Auf den hauseigenen Standard zum Umgang mit großer Hitze wird verwiesen.
Für die Bewohner wird bei Bedarf das jederzeitige Verlassen und Betreten des Feierabendhauses gewährleistet. Bewohner erhalten auf Wunsch einen Zimmer, Schrank- und Briefkastenschlüssel.